Aeham Ahmad: Und die Vögel werden singen

Diese Rezension wurde von Elke geschrieben. Vielen Dank.

Das Buch war ein Geschenk einer Freundin, die den Autor persönlich getroffen hat. Auf dem Cover sieht man einen jungen Mann am Klavier und um ihn herum Ruinen, zerbombte Häuser. Dieses Foto war vielen durch YouTube schon bekannt, mir jedoch nicht. Und so bin ich neugierig und ganz unvorbereitet ans Lesen gegangen.

Zu Beginn schreibt Aeham von seiner Kindheit in einem friedlichen Syrien. Mit seinem blinden Vater teilt er die Liebe zur Musik und auch im weiteren Leben spielt sie eine große Rolle. Als palästinensische Flüchtlinge, die in Syrien eine neue Heimat gefunden haben, beobachtet Aeham und seine Familie die politische Entwicklung im Land. Das Volk rebelliert, der Krieg bricht aus, seine Stadt ist umlagert und ihre Einwohner leiden schrecklichen Hunger.

Aber trotz dieser grausamen Entwicklung bleibt Aeham zuversichtlich, er nutzt seine Musik, um den Bewohnern seiner Stadt Mut zu machen und um den schrecklichen Alltag, den Hunger und das Leid ein wenig zu vergessen. Er musiziert mit Freunden, mit Kindern und an allen möglichen und unmöglichen Orten seiner Stadt. Seine Erzählung behält immer eine positive Sicht, die Liebe zur Musik und zu den Menschen.

Am Ende gelingt Aeham die Flucht nach Deutschland und er kann sogar seine Familie nachholen.

Aber auch da verliert er nicht die enge Bindung zu seiner Heimat und den Menschen, mit denen er all die Jahre gemeinsam durchlebt hat.

Diese Geschichte berührt und zeigt uns die Grausamkeit des Krieges, aber auch die Kraft eines Menschen, der sich nicht aufgibt und durch seine Musik seinen Mitmenschen Zuversicht gibt. Ein wunderbares Buch von einem bewundernswerten Menschen geschrieben!

Der Autor:

Aeham Ahmad wuchs als palästinensischer Flüchtling in einem syrischen Lager auf. Seit seinem fünften Lebensjahr spielt er Klavier.

  • Fischer Taschenbuch Verlag
  • 368 Seiten
  • ISBN 978-3-596-70421-7
  • 13 €

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