Benedikt Wells: Hard Land

Dieses Buch ist ein wunderbarer Coming of Age Roman, einfühlsam und spannend geschrieben.

Sam wächst in der Kleinstadt Grady auf, ein Kaff irgendwo in Missouri. Seit die letzte Fabrik dicht gemacht hat, ist sein Vater arbeitslos. Sams Mutter betreibt die Buchhandlung Best Books in der Shoppingmall.

Als die Sommerferien anfangen, beschließen Sams Eltern, ihn zu seinen Cousins nach Kansas zu schicken, damit er mehr Kontakt zu Gleichaltrigen bekommt. Dazu hat er überhaupt keine Lust; er bewirbt sich in Gradys einzigem Kino um einen Ferienjob und wird genommen. Das nimmt den Eltern den Wind aus den Segeln und er darf zu Hause bleiben.

Im Metropolis Kino arbeitet er zusammen mit Kirstie, der Tochter des Inhabers, dem schwatzhaften Cameron und Bradley, genannt Hightower, der für das Highschool Footballteam Grady Hornets spielt und seinem Spitznamen alle Ehre macht.

In dieser Gemeinschaft verliert Sam langsam seine Schüchternheit und findet echte Freund*innen. Wobei er sich ziemlich schnell in die freche und intelligente Kirstie verliebt. Mit ihr kann er über vieles reden, was ihn bedrückt. Zusammen diskutieren sie auch über das Gedicht von Gradys einzigen bekannten Schriftsteller: Hard Land.

Über allem schwebt die schwere Krankheit seiner Mutter, die er sehr liebt.

An Sams 16. Geburtstag stirbt seine Mutter. Er ist am Boden zerstört und macht sich Vorwürfe, weil er sie versetzt hat und lieber mit seiner Clique gefeiert hat.

Eine schwere Zeit beginnt, denn zu seinem Vater hat Sam ein denkbar schlechtes Verhältnis. Auch die Freunde aus dem Kino verlassen nach und nach Grady um zu studieren. Sam ist auf sich allein gestellt und nimmt sein Leben in die Hand.

Benedikt Wells ist kein Unbekannter, seine Bücher haben mich immer überzeugt. Auch dieser Roman ist absolut gelungen. Ich konnte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen, weil mich die Geschichte dieses stillen Jungen sehr berührt hat. Das versöhnliche Ende hat mir gut gefallen.

Liebe Eltern, schenkt dieses Buch euren halbwüchsigen Teenagern, ich kann mir gut vorstellen, dass sie es sogar zu Ende lesen. Aber lest es auf jeden Fall auch selbst, es lohnt sich.

Der Autor:

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Er jobbte nach dem Abitur und fing an Romane zu schreiben.

  • Diogenes Verlag
  • 352 Seiten
  • ISBN 978-3257071481
  • 24 €

Erscheint am 24.2.

2 Kommentare zu „Benedikt Wells: Hard Land“

  1. Barbara Urban

    Benedict Wells ist zurzeit mein Lieblingsautor. Einfach toll! Lest unbedingt seinen Erstlingsroman „Spinner“ und reicht ihn an junge Leute weiter. Sehr witzig und mit Tiefgang.

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