Christian Schnalke: Louma

Louma ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen und hinterlässt vier Kinder aus zwei Beziehungen. Tristan, der Vater von Toni und Fabi, ist ein erfolgreicher Unternehmer. Er hat mit Louma vor Jahren eine gut gehende Cafékette gegründet, die inzwischen in vielen Ländern vertreten ist. Mo, den Vater von Fritte und Nano, hatte Louma während eines Aufenthalts in der Psychiatrie kennengelernt. Da war die Beziehung zu Tristan schon am Ende, ihr ging es psychisch sehr schlecht und sie verliebte sich in den sensiblen Mo. Er schreibt nicht sehr erfolgreich an einem Buch und lebt von Gelegenheitsjobs.

Die beiden Männer mögen sich überhaupt nicht, aber das Wohl der Kinder liegt beiden am Herzen. Und die Kinder wollen zusammen bleiben. Das zwingt alle in eine ungewöhnliche mit viel Sprengstoff geladene Wohngemeinschaft. Schaffen es die beiden, die liebevolle Mutter zu ersetzen? Jedes der Kinder trauert unterschiedlich. Alle vermissen die Mutter und haben Probleme den Alltag zu meistern. Leider sind auch die Erziehungsmethoden beider Väter so unterschiedlich wie sie selbst. Während Tristan auf die Einhaltung von Regeln pocht, gibt Mo oft nach.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt. Ich finde die Konstellation dieser Männer-WG mit 4 Kindern sehr gut beschrieben. Überhaupt ist das Buch flott geschrieben und dadurch eine kurzweilige gute Unterhaltung.

Der Autor:

Christian Schnalke wurde 1965 geboren. Er studierte Literatur und Philosophie und schrieb auch erfolgreich für Bühne und Film.

  • Kampa Verlag
  • 400 Seiten
  • ISBN 978 3 311 30011 3
  • 22 €

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