Nicci French: Eine bittere Wahrheit

Von Depressionen geplagt beschließt Tabhita an den Ort ihrer Kindheit zurück zu kehren. Sie hat etwas Geld von ihrer verstorbenen Mutter geerbt und kauft ein hübsches aber renovierungsbedürftiges Häuschen mit Meerbick. Endlich viel Ruhe und Natur, so stellt sie sich ihr neues Leben vor.

Doch kurze Zeit später wird sie des Mordes an ihrem Nachbarn angeklagt und landet im Gefängnis. Alle Indizien sprechen gegen sie. Der Nachbar, ihr ehemaliger Mathelehrer, hat ihr in der Schulzeit Schlimmes angetan. Tabbhita hat alles verdrängt und verschwiegen. Ihre Pflichtverteidigerin legt ihr nahe, auf verminderte Schuldfähigkeit zu plädieren. Die junge Frau beschließt ihre Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen. Sie fühlt sich unschuldig, hat aber kaum Erinnerung an den Tag des Mordes.

Mit Hilfe der letzen Freundin, die zu ihr hält, versucht sie den wahren Mörder zu finden.

Das Buch ist sehr spannend und atmosphärisch geschrieben. Die Menschen im Dorf sind alle überzeugt davon, dass Tabitha den Lehrer ermordet hat. Hinter der Fassade braver Bürger gedeihen Mißgunst, Betrug und Hass. Das Ende hat mich dann doch angenehm überrascht. Also wirklich unterhaltsam bis zum Schluß.

Die AutorInnen:

Hinter dem Pseudonym Nicci French verbirgt sich das in England lebende Autoren-Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French.

Nicci Gerrad wurde 1958 in Worcestershire/ Shropshire geboren und studierte englische LIteratur. Sean French wurde 1959 in Bristol geboren und studierte ebenfalls englische Literatur.

Zu ihrem Arbeitsstil sagt das Duo, dass sie gemeinsam recherchieren, diskutieren und planen, danach aber jeder für sich schreibt.

  • Bertelsmann Verlag
  • 512 Seiten
  • ISBN 978-3570103784
  • 16 €

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