Yasmina Reza: Serge

Die Geschwister Popper sind ein kompliziertes Gefüge. Serge, der Älteste, ein Möchtegern-Frauenheld und Aufschneider. Jean, der mittlere, schüchtern, mit Bindungsangst, ist der Erzähler der Geschichte. Die jüngste, Nana, erntet ständig Spott wegen ihres angeblich unmöglichen Ehemanns.

Als nach dem Vater auch die Mutter stirbt, leben sämtliche Streitigkeiten wieder auf. Die jüdische Herkunft der Eltern hat in der Familie nie eine Rolle gespielt. Als ungarische Juden haben sie sich in Frankreich voll assimiliert.

Serges Tochter Joséphine überredet die Geschwister zu einer Reise nach Auschwitz. Sie möchte der vielen ermordeten Familienmitglieder gedenken.

Ohne Begeisterung machen sich die vier auf den Weg. Die beiden Brüder geben sich emotionslos und zynisch. Die Frauen sind ergriffen. Es gibt mal wieder Streit. Nana verkündet, nie mehr mit Serge reden zu wollen. Serge weiß immer alles besser, Jean versucht sich aus allem herauszuhalten. Was aber nicht immer gelingt.

Am Ende, als es hart auf hart kommt, stehen die drei trotzdem wieder zusammen.

Es gibt in diesem Roman so viele witzige und kluge Dialoge. Meine Empfehlung: auf jeden Fall Lesen. Dem Hörbuch, wunderbar gesprochen von Peter Jordan, musste ich sehr konzentriert zuhören, und den einen oder anderen Dialog möchte ich gern nochmal nachlesen.

Die Autorin:

Yasmina Reza wurde 1959 in Paris geboren und stammt aus einer weitverzweigten jüdischen Familie. Ursprünglich Schauspielerin wurde sie durch Theaterstücke, Drehbücher und Romane bekannt.

  • Hörbuch Hamburg
  • Audio CD
  • 325 Minuten
  • ISBN 978-3-95713-270-3
  • 22 €

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